Laufschuhe




Lauf- und Trailschuhe:

Der richtige Laufschuh macht den Unterschied! Wir begleiten Dich mit unserer individuellen Laufschuhberatung zu einem langfristig gesunden Training! 

Das müssen gute Laufschuhe leisten:
Kleidung soll uns schmücken und gegen Kälte, Wärme, Nässe oder sonstige äußere Einflüsse schützen. Der Walking- bzw. Laufschuh jedoch - das wichtigste Kleidungsstück der Walker und Läufer - unterscheidet sich von allen anderen in einer für unsere Gesundheit ganz entscheidenden Weise. Er ist die direkte Verbindung zwischen unserem Körper und dem Boden und leitet alle mechanischen Kräfte in unseren Körper weiter. Fehlbelastungen durch falsche Schuhe beeinträchtigen die Körperstatik und damit unsere Gesundheit.

Lauf- und Wlakingschuhe müssen eine Menge mitmachen:
Beim Walken wird der Schuh mit dem Gewicht unseres Körpers belastet, also mit 40 bis 100 kg pro Schritt. Beim Laufen kommt hinzu, dass sich diese Belastungen je nach Lauftempo auf das Zwei- bis Fünffache des Körpergewichtes erhöhen. Bei einem mittleren Lauftempo wird der Schuh mit etwa dem dreifachen Körpergewicht, d.h. bei einen 70 kg schweren Läufer Schritt für Schritt mit ca. 210 kg belastet. Diese Kraft wirkt nach den Gesetzen der Physik auch auf unseren Körper ein und damit auf unsere Muskeln, Sehnen, Bänder und Gelenke. Pro Kilometer sind das - bei einer Schrittlänge beim Walken von ca. 1,00 m und beim Laufen von ca. 1,25 m - 500 bzw. 400 Belastungen des rechten bzw. linken Schuhs. Das Verhalten des Schuhs bei dieser Kraftübertragung beeinflusst dadurch in entscheidender Weise unser gesamtes Skelettsystem und damit unsere Gesundheit. Insbesondere die "Softies" beginnen sich schon nach wenigen Hundert Kilometern unkontrolliert zu deformieren. Dies führt zwangsläufig dazu, dass es zu Fehlbelastungen und zu einer unzureichenden Stützfunktion kommt.

Für den Walking- bzw. Laufschuh ergeben sich folgende Anforderungen:
Der Schuh muss:

  • die Abrollbewegung einwandfrei führen
  • den (Knick-)Fuß seitlich stützen
  • das Aufsetzen abdämpfen

Der Schuh darf nicht:

  • die Abrollbewegung des Fußes einschränken

 

Fazit:

Ein guter Lauf-/Walkingschuh hat soviel Flexibilität wie möglich und soviel Stabilität wie nötig.

 

Aus dem fast unendlich großen Modellangebot erfüllen jedoch im Schnitt nur ca. vier Modelle die spezifischen Anforderung eines Einzelnen optimal. Sie zu finden setzt voraus, dass man sich vor dem Kauf überlegt, welchem Zweck der neue Schuh dienen soll, wie intensiv er den Schuh belastet und welche Fußfehlstellungen der Schuh kompensieren soll. Der letzten Punkt kann nur mit einer qualifizierten Laufbandanalyse und nachfolgender professioneller Auswertung abgeklärt werden.
Es existieren fünf Modellgruppen, die von den Herstellern unterschiedlich bezeichnet werden:

  1. Wettkampf- bzw. lightweight Laufschuhe
  2. Leichte Trainings- (cushion) Laufschuhe
  3. Stabilitäts- Laufschuhe
  4. Crosslauf-, Trail-, Offroad-Laufschuhe
  5. Walking-Schuhe

Walker müssen sich bei ihrer Schuhwahl nicht nur auf die Walking-Modelle beschränken, denn "Lauf"-Schuhe, die die individuellen Anforderungen des Käufers erfüllen, eignen sich genauso zum Walken wie zum Laufen.
Beim Laufschuhkauf gibt es folgende Fragen, welche sich immer stellen:
Benötige ich den Schuh für Wettkampf oder Training?
Für Wettkampfdistanzen bis ca. 10 km sollte der Schuh leicht sein aber einen sehr festen Schuhboden haben, um die Abdruckskraft voll auf den Boden übertragen zu können. - Dämpfung bedeutet Kraft- und damit Zeitverlust! Für längere Distanzen und im Training sollten Stabilität, Fußführung und Dämpfung Priorität haben.
Auf welchen Untergründen will ich den Schuh tragen?
Auf nassem Asphalt greift feines Profil besser als grobes. Für unebene Wege empfiehlt sich grobes Profil, bei Schotter hilft nur eine sehr feste Sohle im Vorfußbereich.
Welches Tempo und welches Körpergewicht liegt zugrunde?
Je höher das Lauftempo und je höher das Körpergewicht, umso stabiler muss der Schuh sein, denn die Verdopplung der Geschwindigkeit bedeutet eine 4x höhere Belastung. Unser Tipp: Neue Laufschuhe am besten am Nachmittag anprobieren, dann sind die Füße größer als am Morgen. Vorne brauchen die Zehen mindestens 1 cm Platz (!), damit der Fuß beim Abrollen ungehindert nach vorne rutschen kann.
Habe ich Fußfehlstellungen, die zu berücksichtigen sind, z. B. Knickfußstellungen?
Knickfußbedingte Fehlstellungen können mit den Stabil-Modellen kompensiert werden. Dazu gibt es eine breite Palette. Die Stützfunktion muss auf das Ausmaß der Fehlstellung abgestimmt werden. Ein Zuviel des Ausgleichs kann eher schaden. Bei Spreizfüßen hilft im Zweifelsfall nur eine orthopädische Einlage mit eingearbeiteter Spreizfußpelotte.
Wo erhalte ich eine qualifizierte Beratung, z. B. eine Laufbandanalyse?
Auf dem Lauf- und Walkingschuhmarkt bei den zwei- bis dreimaligen Modellpflegen pro Jahr die Übersicht zu behalten, erfordert große Branchen- und Fachkenntnisse. Zur qualifizierten Beratung muß der Verkäufer zusätzlich sehr viel von den Bewegungsabläufen beim Laufen und Walken, den möglichen Fehlbelastungen und Fußfehlstellungen sowie deren Versorgung verstehen. Eine so qualifizierte Beratung geht weit über den Service eines normalen Schuhgeschäftes hinaus. Oft wird sie als eigenständige Leistung berechnet. Wenn sie, wie bei uns, im Kaufpreis des "richtigen" Schuhs ohne Aufschlag enthalten ist, ist sie äußerst preiswert.
Wieviel muß bzw. will ich für meinen Laufschuh ausgeben?
Der Preis eines Walking-/Laufschuhs sagt noch nicht viel über seine Qualität aus. Mit dem hohen Dollarkurs sind auch die Schuhpreise in den letzten Jahres etwas gestiegen. Die mittlere Preislage liegt derzeit bei 100-150 €. Die leichten Trainingsschuhe sind meist preisgünstiger. Für Stabilmodelle muss mehr Geld ausgegeben werden, da hier im Schuh mehr Technik verbaut ist. Am Schuh zu sparen, wäre der falsche Weg.
Wie sollte der Laufschuh „sitzen“?
Der Vorfuß und insbesondere die Zehen brauchen in der Weite genügend Platz. Im Mittelfußbereich dagegen muß der Schuh fest sitzen. Der größere Teil der Walking- und Laufschuhe ist weit geschnitten. Die "Lady"-Modelle sind meistens schmaler geschnitten. Kleine, leichte Männer sollten daher auch bei den Frauenschuhen nach dem passenden Modell suchen. Es gibt Walker/Läufer mit sehr kurzen und andere mit sehr langen Zehen. Dementsprechend muss die Knicklinie des Schuhs weiter vorne oder weiter hinten liegen. Die Ballen- und Schuhknicklinie müssen übereinstimmen, sonst "arbeitet" der Schuh gegen den Fuß und es kommt zu schmerzhaften Überlastungen im Quergewölbe. Spreizfußpelotten oder Einlagen nutzen in diesem Fall nichts. Die Knöchel dürfen beim Kauf den Schaftrand nicht berühren, da der Fuß nach einigen Kilometern die weiche Einlegesohle zusammendrückt und dadurch einen Millimeter tiefer in den Schuh einsinkt. Ein Scheuern des Knöchels am Schaftrand ist sehr schmerzhaft. Die Ferse muss von Anfang an einwandfrei sitzen, da der Fuß von der Ferse aus geführt wird. Hat man Spiel im Fersensitz wackelt der Fuß im Schuh. Mit festerem Schnüren kann man gelegentlich einen schlechten Fersensitz korrigieren. Vorsicht bei sehr harten Hinterkappen, bei Walkern/Läufern mit sehr stark ausgebildeten Fersenbeinen kann es leicht zu schmerzhaften Druckstellen kommen.